Animal Crossing: New Horizons

Ich habe von den Animal Crossing Spielen zwar schon viel gehört, aber zählte bisher immer zu den Menschen, die sich nicht großartig dafür interessiert haben. Mit der Veröffentlichung des Titels „Animal Crossing: New Horizons“ für die Nintendo Switch nahmen die Meldungen in den Sozialen Medien aber überhaupt gar kein Ende mehr. Also entschied ich mich es schlussendlich auch einmal auszuprobieren.

Gesagt, getan: Spiel gekauft, gestartet und bei „Nook Inc.“ einen Flug auf die einsame Insel gebucht. Dort angekommen wurde erst einmal ein Zelt aufschlagen.

Was macht man so auf einer einsamen Insel?

Animal Crossing: New Horizons Es geht los

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu beschreiben, was man in Animal Crossing: New Horizons eigentlich macht. Denn, mal ganz im Vertrauen, eigentlich macht man nichts. Zumindest nichts Weltbewegendes. Man genießt den Tag auf der einsamen Insel indem man angelt, die Umgebung mit Flora und Fauna erforscht, seine Zeit am Strand verbringt und dabei Muscheln sammelt. Manchmal findet man dabei auch eine Flaschenpost. Da kommen wir auch schon zum Thema. In einer Flaschenpost oder auch in Geschenken, die mithilfe von Ballons durch die Gegend fliegen, kann man Bastelanleitungen finden. Zusammen mit einer Bastelanleitung und gesammelten Materialien von der Insel kann man sich alle möglichen Dinge basteln. Somit hat man die Möglichkeit seine Umgebung nach eigenen Wünschen zu gestalten. Und so wird auch aus dem Zelt später mal ein Haus.

Es gibt natürlich auch „Aufträge“, die man auf der Insel erledigen muss/kann. Diese sogenannten Aufträge bestehen daraus anderen Inselbewohnern zu helfen oder neuen Bewohnern beim Einzug zu unterstützen. Aber auch, wenn ich das ganze hier „Aufträge“ nenne, fühlen sich diese Aufgaben nicht wirklich als Auftrag an. Man hilft ja gerne seinen Nachbarn.

Allgemein ist man aber an keine Zeitvorgabe gebunden. Jeder kann das Spiel in seiner gewünschten Geschwindigkeit spielen. Es ist jedem selbst überlassen, wie schnell er anderen Inselbewohnern helfen möchte, oder wie schnell er sein eigenes Haus bauen möchte.
Ich zum Beispiel gehe alles sehr langsam und entspannt an, was das Spiel für mich zu einer Entschleunigung für den Alltag macht.

Inseltraum in Echtzeit

Ein interessantes Konzept ist, dass das ganze Spiel in Echtzeit abläuft. Das heißt, ist es im realen Leben Tag, ist es auch auf der Insel Tag. Ist es bei euch zu Hause Nacht, dann herrscht auch auf der Insel Nacht. Genauso verhält es sich auch mit den Jahreszeiten.

Hier ergeben sich schöne Möglichkeiten, die mir zum Beispiel in einem Punkt besonders aufgefallen sind. Man kann bestimmte Tiere nur zu bestimmten Jahreszeiten oder Uhrzeiten finden. Nehmen wir mal als Beispiel die Motte. Erst wenn es draußen dunkel ist, kann man diese um Lampen umherschwirrend finden.
Genauso gibt es Inselbewohner, die eher nacht- oder tagaktiv sind.

Ich halte dies für einen schönen Anreiz immer wieder auf seiner Insel vorbeizuschauen. Sich auch mal Morgens oder Abends einzuloggen und sich auf andere Jahreszeiten zu freuen.

Die Finanzpolitik von Nook Inc.

Die Finanzpolitik von Tom Nook und seiner Nook Inc. ist im Spiel allerdings sehr fragwürdig. Dies meine ich natürlich auf lustige Weise und vor allem immer zum Vorteil des Spielers. Ich habe mich auf alle Fälle schon des Öfteren gefragt, wie seine Firma eigentlich bestehen kann.

Ein Beispiel: Der Umzug auf die Insel soll 49800 Sternis kosten. Diese haben wir natürlich nicht. Also dürfen wir an einem Programm teilnehmen und unsere Schulden mit Nook Meilen abbezahlen. Diese können wir einfach verdienen, indem wir das Leben auf der Insel genießen. Zum Beispiel durch Angeln gehen oder Insekten sammel. Kaum sind wir dem Programm beigetreten, bekommen wir die ersten Meilen geschenkt, da wir dem Programm beigetreten sind. Haben wir unseren Schulden abbezahlt, bekommen wir die nächsten Meilen geschenkt, da wir unsere Schulden abgezahlt haben. Ihr merkt, wirklich Gewinn macht der Herr Nook nicht.

Sternis kann man sich auch leicht verdienen, da der Kollege von Tom Nook alles ankauft, was man ihm anbietet. Das geht soweit, dass man ihm auch Unkraut verkaufen kann.

Wollen wir hoffen, dass die Firma nicht bald pleite geht und die Nook Inc. uns noch lange mit Waren versorgen kann auf unserer einsamen Insel 😉.

Mehrspieler

Animal Crossing: New Horizons Verpackung

Ein Spiel mit Freunden oder Familienmitgliedern ist grundsätzlich möglich. Allerdings gibt es hier Einschränkungen. Fangen wir mit dem größten Nachteil an. Man kann pro Switch und pro Spiel nur eine einzige Insel besiedeln. Möchte man also eine zweite Insel bespielen, braucht man eine zweite Switch und ein zweites Spiel. Man kann auch kein zweites Spiel auf einer Switch installieren. Hier frage ich mich, ob Nintendo Geld bei mehrköpfigen Haushalten abgreifen will.

Bevor die Frage aber aufkommt, ob man das Spiel auch mit nur einer Konsole und einem Spiel zu zweit spielen kann – ja, das kann man auch. Allerdings zieht der zweite Spieler dann auf die gleiche Insel, die vom ersten schon erstellt wurde. Jetzt kann jeder für sich auf der Insel im Singleplayer spielen, oder man kann auch zu zweit gleichzeitig die Insel erkunden.

In dem Fall, dass man gleichzeitig spielen möchte, benötigt man natürlich einen zweiten Controller. Es kann immer nur ein Spieler zur Zeit Anführer sein. Nur der Anführer kann mit anderen Bewohnern reden oder auf sein Inventar zugreifen. Zudem gibt er an, wo man sich auf der Insel bewegt. Der zweite Spieler kann seine Werkzeuge nutzen und Materialien einsammeln. Diese landen dann nicht im Inventar, sondern in einer Kiste im Servicecenter. Verschwindet der zweite Spieler aus dem Bildschirm, wird er automatisch wieder zum Anführer gesetzt.
Der Anführer kann während des Spiels natürlich hin- und her getauscht werden.

Und was ist jetzt meine Meinung?

Auch wenn mich die Reihe anfangs überhaupt nicht interessiert hat, bin ich doch sehr glücklich über den Kauf von Animal Crossing: New Horizons. Es ist mit seiner Spielart und den zuckersüßen Inselbewohnern eine sehr gelungene Abwechslung und Entspannung vom Alltag. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich aber noch nicht sagen, ob das Spiel auf Dauer nicht vielleicht doch zu eintönig wird. Sollte das irgendwann der Fall sein, werde ich euch auf dem Laufenden halten.
Mir ist auf alle Fälle aufgefallen, dass es vom Vorteil ist, wenn man einmal täglich auf seiner Insel vorbeischaut , um nichts zu verpassen. Dies ist ein Punkt, der mir sicherlich in Zukunft schwer fallen wird.

Information außerhalb des Beitrags

Anleitung für den Mehrspielermodus mit einer Konsole

Ich habe das Spiel auch gekauft, um es mit meiner Freundin zusammen spielen zu können. Allerdings habe ich anfangs auch nicht verstanden, wie ich ein Spiel mit zwei Spielern starten kann, da es aus meiner Sicht nicht selbsterklärend ist. Für alle, die bei der Sache auch ihre Schwierigkeiten haben, möchte ich eine kurze Anleitung dazu schreiben.

  1. Der erste Spieler muss das Spiel mit einem Profil auf der Switch starten, seinen Charakter erstellen und auf die neue Insel ziehen.
  2. Nachdem die Möglichkeit bestand das Spiel zu speichern beendet das Spiel wieder.
  3. Jetzt muss der zweite Spieler das Spiel mit einem zweiten Profil auf der Switch starten.
  4. Der zweite Spieler zieht jetzt automatisch auf die Insel, die der erste Spieler erstellt hat.
  5. Öffnet das Menü vom Nook Phone und wählt die App „Bewohner rufen“ aus.
  6. Wählt den gewünschten Bewohner aus und er erscheint neben euch.
  7. Jetzt könnt ihr zu zweit spielen.

PS: Den Anführer kann man in der gleichen App wechseln.

2 Kommentare

  1. Danke für deine unterhaltsame und lebendige Spielevorstellung 🙂

    Mir geht es da ganz ähnlich wie dir, ich habe schon lange und einiges von Animal Crossing gehört und gelesen, aber entweder fehlte damals die Software (DS) oder aktuell die Hardware (Switch) dafür.
    Wenn ich ehrlich bin, hatte ich aus dem Bauch heraus auch immer den Eindruck, dass diese Serie absolut nichts für mich ist, aber offenbar kann man sich da doch mal täuschen, wie ich gerade gelesen habe 😉

    1. Freut mich zu hören, dass ich unterhalten konnte.
      Da meine Freundin solche Spiele liebt, hatte ich im Vorfeld auch keine Bedenken das Spiel zu kaufen. Hätte mich das Spiel nicht überzeugen können, dann hätte sie es halt alleine gespielt.
      Aber ich habe durchaus gelernt, dass auch Genres oder überhaupt Spiele, die mich nicht interessieren, auch eine Chance verdient haben.

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